Programm

Die "Think Cross - Change Media" 2017 ist ein studentisches Symposium, das sich mit crossmedialen Entwicklungen auf dem nationalen Medienmarkt befasst. Fragen zu Ethik und Verantwortung der Produzenten im Digital Business stehen dieses Mal im Vordergrund. Programmübersicht als pdf

13.00 Uhr Anmeldung, Forum Gestaltung, Brandenburger Straße 9, 1.OG Großer Hörsaal

13.15 Uhr Begrüßung durch Prof. Dr. Michael Herzog, HS Magdeburg-Stendal, Cross Media

13.20 Uhr Grußwort von Prof. Dr. Anne Lequy, Rektorin HS Magdeburg-Stendal

 

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Slot 1 :: Ethik und Recht

13.30-14.10 Uhr im Großen Hörsaal, Forum Gestaltung 

V  Ethische Konflikte von CrowdworkerInnen. Eine Analyse über Amazon Mechanical Turk

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den ethischen Grundsätzen (Code of Conduct) der Crowdworking-Plattform Amazon Mechanical Turk auseinander. Bei Amazon Mechanical Turk handelt es sich um einen Online-Marktplatz für Gelegenheitsarbeiten, der menschliche Intelligenz erfordert und auf die Schwarmintelligenz setzt. Das sind zum Beispiel das Erkennen von Objekten oder Personen in Fotos und Videos, Transkription von Audio-Aufnahmen oder Plagiatsprüfung. Die Aufgaben (Human Intelligence Task, HIT umfassen alles, was nicht von Computern gemacht werden kann, aber Computerarbeit erfordert. Dadurch ergeben sich etliche für die CrowdworkerInnen. Verschiedene Studien wurden in einer Sekundäranalyse ausgewertet, um die ethischen Konfliktbereiche für digitale CrowdworkerInnen aufzuzeigen. Als Analysekriterien dienen die Inhalte eines von einem deutschen Crowdsourcing-Anbieter ausgearbeiteten Code of Conducts. Das Ziel ist, Problemfelder zu definieren und zu diskutieren, um am Ende ein anwendbares Regelwerk zu erstellen.

Autoren: Beneder, Baur, Giuliani Siehe Vita

Nica Giuliani
V Analyse der EU-Datenschutzverordnung aus Sicht des EU-Bürgers

Die personenbezogenen Daten und der Datenschutz dieser ist in Zeiten von Big Data und Industrie 4.0 von immer wichtigerer Bedeutung. Dies sind nur zwei der Themengebiete in denen bisher verschiedene Datenschutzrichtlinien in den Ländern der EU greifen. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung, EU-DSGVO, soll an dieser Stelle ab 2018 vieles vereinfachen. So werden für die EU-Bürger und Unternehmen die Ihren Sitz in einem EU-Land haben, neue Richtlinien und bestenfalls neue Gesetze erlassen. Die ab Mai 2018 verbindlich geltende  EU-DSGVO erfordert den Aufbau eines Datenschutzmanagementsystems, die Berücksichtigung von Privacy by Design bzw. Default und reiht erstmalig das Ergreifen unzureichende Schutzmaßnahmen in die bußgeldrelevanten Tatbestände ein. Dabei wurde die Höhe der Bußgelder empfindlich angehoben. Der Vortrag beleuchtet die Stärken und Schwächen anhand von aktueller Literatur zur EU-DSGVO.

Autoren: Meyr, Jobst, Vellmer siehe Vita

Christian Vellmer

Slot 3 :: Big Data Analytics

15.10-15.50 Uhr im Großen Hörsaal, Forum Gestaltung

V Die digitale Convenience-Falle. Vom Wert unserer Daten

Die Kostenlos-Mentalität im Internet hat bekanntlich ihren Preis, doch wir sind bereits einen Schritt weiter und zahlen gerne dafür, im #yolo-Style als Ware gehandelt zu werden. Wenn uns der Komfort über die Gefahren von Big Data hinweg sehen lässt, stellt sich die Frage nach der gesellschaftlichen Toleranz. Forget the German Angst und entscheidet Euch – sonst entscheiden wir. Eine kritische Betrachtung darüber, was dem User die eigenen Daten Wert sind.

Autor: Norman Wiebach

Norman Wiebach
V Big Data Analysen gesundheitsrelevanter Informationen und deren Einfluss auf soziale und gesellschaftliche Aktivitäten

Big Data steht stellvertretend für die Erhebung und Analyse großer, komplexer Datenmengen. Besonders im Gesundheitswesen ist ein stetiges Wachstum der Datenmenge zu beobachten. Sei es nun durch die private Nutzung digitaler Medien oder dem institutionellen Einsatz von Informationssystemen. Durch entsprechende Analysemethoden stehen dem Nutzer zu jeder Zeit Informationen zur Verfügung. Doch kann dieses “Mehr an Wissen” die Freizeitgestaltung von Individuen beeinflussen? Zur Beantwortung dieser Frage wurde eine Umfrage unter jungen Menschen durchgeführt. Sie lässt Rückschlüsse darauf zu, dass dieses “Mehr” situativ, gesellschaftliche und soziale Aktivitäten tangiert.

Autoren: Huber-Hofmeister, Zachhuber, Falk  siehe Vita

 

Lukas Falk

Slot 2 :: Smart Home and Smart Reply

14.10-14.50 Uhr im Großen Hörsaal, Forum Gestaltung

V Smart Home Technologien - Ethisch bedenkliche "Helferlein"?

Auf Grundlage der voranschreitenden Technologie und den immer neuen Möglichkeiten können Smart Home Gadgets die hauptsächlich über das Smartphone steuerbar sind alltägliche Dinge übernehmen. Somit kann der Nutzer kontrolliert steuern und hat Zeit für andere Dinge, welches die Wohn- und Lebensqualität erheblich steigert. Allerdings bleibt die Frage offen, ob auch ethische Aspekte bei der Nutzung der Technologien berücksichtigt werden. Unsere Arbeit beschäftigt sich mit dem Akzeptanzverhalten der Generation Y, die mit dieser Technologie und ihrer Weiterentwicklung aufgewachsen sind. Anhand einer Umfrage wurde die Einstellung der Generation hinsichtlich ausgewählten Aspekten der Ethik überprüft.

Autoren: Henke, Wöginger, Steiner siehe Vita

Marie-Luise Henke
V Smart Reply von Nachrichten durch Künstliche Intelligenz

Die Arbeit behandelt die Veränderung des Kommunikationsverhaltens von Anwendern der neuen „Smart Reply“-Technik, die Google Inc. in der App und dem Desktop Add-On Inbox integriert hat. Durch die Beschleunigung der Kommunikation und Interaktion steht der Nutzer digitaler Kommunikationsmittel unter Druck in-time zu antworten und dem Kontext entsprechend zu reagieren. Die automatischen Antwortvorschläge der Applikation „Smart Reply“ sollen in dieser Hinsicht dem Anwender entgegen kommen und die Reaktionszeit verkürzen. Die Beantwortung der Frage, ob diese Funktion dem Nutzer die Eigen- und Selbständigkeit in der Kommunikation nimmt, ist Teil dieser Forschungsarbeit.

Autoren: Kirmeß, Schöne, Schönhals siehe Vita

 

Sascha Kirmeß

 

 

14.50-15.10 Uhr Kleines Käffchen

Slot 4 :: Ethik in Social Media

16.35-17.35 Uhr im Großen Hörsaal, Forum Gestaltung

V Ethische Fragen zur Verwendung digitaler Medien in der Primarstufe

Die vorliegende Arbeit wurde auf Basis der Informationsethik verfasst und beschäftigt sich mit dem Einsatz digitaler Medien in Linzer Volksschulen bzw. Bonner Grundschulen. Obwohl das Thema grundlegend aus einem ethischen Blickwinkel betrachtet wird, werden auch die damit verbundenen ethischen Bedenken in der späteren Lebensphase der Schülerinnen und Schüler, sowie in der Persönlichkeitsentwicklung aufgezeigt. Dazu wurde ein Online-Fragebogen erstellt und an die Zielgruppe ausgesendet. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Mehrheit der Befragten die Verwendung digitaler Medien im Schulunterricht als eher nicht oder sogar als gar nicht kritisch ansehen. Besonders Lehrkräfte, die erst seit wenigen Jahren unterrichten, setzen neue Technologien vermehrt im Unterricht ein. Überdies verdeutlicht die Umfrage, dass der Einsatz digitaler Medien ethische Bedenken hervorrufen kann und Probleme wie Internetsucht, Aufmerksamkeitsstörungen sowie Bewegungsmangel verstärken. Dennoch wird, laut Meinung der Lehrkräfte, auch das selbstständige Lernen sowie das Verantwortungsbewusstsein der Kinder positiv beeinflusst.

Autoren: Menzenbach, Ottendorfer, Steiner siehe Vita

Manuela Menzenbach
V Kontext & Bild: Der Einfluss von SocialMedia auf die ethische Beurteilung von Pressebildern am Beispiel von Facebook

Der Vortrag beantwortet die Frage, inwieweit der Publikations-Kanal Einfluss auf die Wahrnehmung von Pressefotografien hat. Das Paper stützt die These, dass Facebook als Kanal zur Nachrichtenverbreitung die ethische Beurteilung von Pressebildern zum Syrienkrieg beeinflusst, d.h. dass Bilder ethisch bedenklicher wahrgenommen werden. Zur Beantwortung der Fragestellung wurde eine Online-Umfrage durchgeführt, in welcher der Grad der ethischen Bedenklichkeit anhand von relevanten Kriterien untersucht wurde. Um den Einfluss von Facebook als Kanal zu untersuchen sind einer Hälfte der ProbandInnen Pressebilder im Rahmen von Facebook mit den typischen Merkmalen Likes, Kommentare, sowie Emoticons gezeigt worden. Die Kontrollgruppe beurteilte die gleichen Bilder in einem neutralen Rahmen.

Autoren: Tummescheit, Müller-Wippefürth, Obermüller siehe Vita

Sophie Tummescheit
V Kaufentscheidung von Jugendlichen durch YouTube Social Influencer

Bekannte YouTube Influencer haben einen erheblichen Einfluss auf ihre meist junge Zielgruppe. Da die meisten Personen in dem Alter noch keine ausreichende Reflexion zu Werbung und Produktplatzierungen besitzen, sind sie besonders anfällig für nicht gekennzeichnete Produktplatzierungen und Schleichwerbung. Die Frage, welche sich in diesem Zusammenhang stellt, ist, in welchem Umfang Produktplatzierungen in den oft hunderttausendfach geklickten Videos eingesetzt werden und ob die Werbung auch als solche gekennzeichnet ist. Diese wurde durch eine Videoanalyse bei vier deutschsprachigen Youtubern mit jeweils über einer Million an Abonnenten erforscht. Auf diese Analyse schließt sich die Frage an, wie dieses Verhalten ethisch zu betrachten ist und welche Schlüsse daraus für zukünftige Gesetzgebungen und Unternehmen gezogen werden können.

Autoren: Gradl, Strunk, Burmeister, Ablinger siehe Vita

 

Jonas Strunk

Poster Session

15.50-16.35 Uhr Vorflur Großer Hörsaal

Fachpräsentation (Kaffee und Refreshments werden gereicht):

V Ethische und rechtliche Konflikte von Augmented Reality Games: Pokémon Go

Pokémon-Go-Spieler spielen während des Autofahrens, an Gedenkstätten wie in Auschwitz und auch das GPS-Tracking ist ihnen zugunsten eines erfolgreichen Spielverlaufs egal. Das ist die landläufige Annahme, die in der wenigen bislang veröffentlichten Literatur zum Thema Ethik in Augmented Reality Games bestätigt wird. 219 Pokémon-Go-Spieler haben jetzt an einer Online-Umfrage teilgenommen, die in einschlägigen Facebook-Gruppen veröffentlicht wurde. Mit dieser Untersuchung wurde nun festgestellt, wie es wirklich um die Einstellung von Pokémon-Go-Spielern hinsichtlich der ethischen Moral und rechtlichen Bedenken bestellt ist. Auffällig ist in der Auswertung besonders ein Zusammenhang zur Exklusivität einiger Pokémon sowie zum bislang erreichten Level.

Autoren: Schütte, Reischl, Kaufmann siehe Vita

 

Florian Schütte
V Identitätsdiebstahl und Identitätsmissbrauch im Online-Handel

Aufgrund vieler Übergriffe auf die Identität von Nutzern, die im Online-Handel Produkte erwerben, beschäftigt sich dieses Paper mit Identitätsdiebstahl und Identitätsmissbrauch im Online-Handel. Zunächst geht es vor allem um die Begriffe Identität, Diebstahl und Missbrauch. Die Arbeit zeigt weiterhin, welche technischen Möglichkeiten existieren, um Identitäten habhaft zu werden. Die Ausarbeitung legt darüber hinaus dar, welche rechtlichen Aspekte es hierzu gibt. Anhand einer Analyse der Literatur und eines konkreten Fallbeispiels konkludiert die Arbeit Schritte zur Vermeidung solcher Übergriffe.

Autoren: Florian Brandt, Mohammed Majeed, Alexander Reinhardt

 

V Gesundheitsdaten von Wearables in der Finanzbranche

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V Soziale Akzeptanz von Zensur und Anonymität im Internet

Der Mensch hat sich im digitalen Umfeld größtenteils daran gewöhnt für Firmen und Geheimdienste im weitesten Sinne transparent und normalerweise nicht anonym im Internet unterwegs zu sein. Ein anonymes surfen ist jedoch ohne großen technischen Aufwand möglich. Die Anwendungsfälle für die Verschleierung der eigenen Identität im Internet reichen vom reinen Schutz der Privatsphäre über das Umgehen von Zensur oder anderen Einschränkungen bis hin zu kriminellen Tätigkeiten.
Wie ist die Anonymisierung im Internet also zu beurteilen? Da es hierauf aufgrund der vielen Szenarien keine klare Antwort geben kann, werden wir die technischen Möglichkeiten aufzeigen und die in Österreich bestehende Meinung erkunden, ob ein Verbot von Anonymisierungsmöglichkeiten denkbar wäre.

Autoren:

Christian Eichinger stammt aus Eferding, einem kleinen ländlichen Bezirk in Oberösterreich. Zwischen 2002 und 2007 hat er die Höhere Technische Bundeslehranstalt (HTBLA) für EDV und Organisation in Leonding (OÖ) mit dem Schwerpunkt kommerzielle Datenverarbeitung besucht und mit Matura abgeschlossen. 2008 bis 2013 folgte das Bachelor- und Masterstudium an der Fachhochschule Hagenberg im Studiengang Sichere Informationssysteme. Schwerpunkt dieses Studiums waren Datensicherheit, Informationssicherheitsmanagement, Netzwerksicherheit und Kryptographie/Biometrie. Neben diversen Praktika (z.B. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn) ist Christian seit 2011 als Softwareentwickler bei New Technology Systems GmbH angestellt. Seit Oktober 2015 ist er Student im berufsbegleitenden Studiengang Digital Business Management an der FH Steyr und JKU Linz.

Bernhard Ecklbauer entschied stammt aus Ansfelden bei Linz (OÖ), besuchte eine Schule für Informatik und Wirtschaft in Wien ehe er in Hagenberg Mobile Computing (Bachelor + Master) studierte, seit 2013 arbeitet er als Software-Entwickler bei der IT-Security-Firma Sophos. Im Jahr 2015 entschied er sich für einen zweiten Master im Bereich Digital Business Management.

Markus Lebersorger stammt aus Vorchdorf, Oberösterreich. Er hat von 2002 bis 2006 an der JKU Linz das Diplomstudium Betriebswirtschaft absolviert. Sein Spezialisierungsfach war Marketing. Die Diplomarbeit wurde zum Thema: Einsatzmöglichkeiten von Methoden der betrieblichen Früherkennung im Internationalisierungsprozess eines Industriegüterunternehmens verfasst. Nach dem Studium war er 10 Jahre in unterschiedlichen Positionen im Bereich Marketing und Vertrieb für die Fronius International GmbH tätig. Seit Oktober 2016 ist er als Mitgründer bei der Innoviduum GmbH (www.innoviduum.at) tätig.

 

V Akzeptanz von Learning Analytics bei Studierenden